ALEJA Consulting

Technology rules

Bild französische Revolution

Effizienz und Effektivität

Kennst du den Traum aller Vorgesetzten?

Richtig:

Mit weniger mehr erreichen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dies schon einmal von dir gefordert wurde, jedoch auch, dass du deine eigenen Mitarbeiter dazu aufgefordert hast. Daher weißt du nur allzu gut: Leichter gesagt als getan. Heute möchten wir uns genau damit beschäftigen. Wir sprechen von Effizienz, in Bezug auf deine Kundenkommunikation. Wie kann dir Technologie dabei helfen, diese Größe zu steigern?

Du kennst sicherlich ebenfalls den Begriff Effektivität. Worin unterscheiden sich nun Effektivität und Effizienz?

Effizienz bezeichnet das Verhältnis von Input zu Output. In unserem Kontext verstehen wir unter letzterem Abschlüsse, Bestellungen, Umsatz oder Deckungsbeitrag. Ich schlage vor, dass wir uns im Folgenden auf den Umsatz als Zielgröße einigen. Auf der Input-Seite stehen die Kosten, die unsere Kommunikation verursacht. Darunter fassen wir alle Kosten zusammen, die wirklich anfallen: externe Kosten für Agenturen, Provisionen, aber auch interne Kosten in Form von Löhnen und Gehältern.

Davon abzugrenzen ist andererseits der Begriff der Effektivität, der sich darauf bezieht, ob eine Maßnahme dazu geeignet ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen (vgl. Wikipedia).

Die Frage, ob Facebook-Werbung dazu geeignet, Bestellungen oder Auftragsanfragen auf Ihrer Website zu erzeugen ist eine Frage der Effektivität. Die Frage, wie man Facebook-Werbung am besten aussteuert oder produziert ist hingegen eine Frage der Effizienz. Mit letzterer beschäftigen wir uns heute. Wir möchten mit weniger mehr erreichen. Wie kann uns Technologie dabei behilflich sein?

Übrigens: Fragen der Effizienz und Effektivität begegnen uns sehr häufig im Berufsalltag. Wir können diese Begriffe z. B. auch im Zusammenhang mit dem 2. Teil der Artikel betrachten 😉

Das ist doch alles ganz einfach...

Klar, habe ich etwas zugespitzt formuliert, aber es ändert nichts an der grundlegenden Richtigkeit dieser Aussage.

ES GIBT HEUTE FÜR SO VIELE GUTE TOOLS, DIE DIR HELFEN DEINE EFFIZIENZ ZU STEIGERN. ES IST WIRKLICH UNGLAUBLICH.

Wieso habe ich dann so oft in meiner Karriere Sätze wie „Das geht nicht schneller.“, „Das geht nicht billiger.“ oder „Das geht nicht besser“ gehört. Ganz einfach, weil die Akteure, mich selber eingeschlossen, wirklich dachten, man könne ein bestimmtes Ergebnis nur mit diesem oder jenem Mitteleinsatz erreichen. Wir wussten es nicht besser.

Wahrscheinlich ist jedoch:

Nur weil wir es nicht besser wussten und deshalb nicht besser konnten, bedeutet das nicht, dass es nicht mit ähnlichem Mitteleinsatz möglich gewesen wäre. Notwendig ist dafür einzig und alleine die Bereitschaft, etwas Zeit zu investieren.

Glaub mir, es lohnt sich –  bereits mittelfristig.

In dieser Hinsicht haben wir Menschen einen kleinen Nachteil: Wir konstruieren unsere Geschichten immer aus den Informationen, die uns gerade vorliegen und bilden daraus abgeleitet Urteile und Entscheidungen. Fehlende, aber wichtige Informationen einzuholen, kommt nur allzu oft vor. Dieses Phänomen ist als WYSIATI bekannt. What You See Is All There Is (vgl. Kahneman: S. 112ff). Wir verpassen bessere Ansätze, weil wir diese nicht kennen und auch zu wenig aktiv nach ihnen suchen.

Leider kostet das ziemlich viel Cash 🙁

Einen Weg, wie du die aktive Suche nach besseren Lösungen zusätzlich unterstützen kannst, habe ich dir bereits in Teil 3 der Artikel-Serie gezeigt. Nun folgen Beispiele, die zeigen, wieso sich das lohnt.

Mit den richtigen Tools Geld sparen

Wie viele Workshops hast du abgehalten, um eine Social Media-Strategie für Facebook zu entwickeln? Wie viel Zeit hast du aufgewendet, um zu entscheiden, welche Postings wann in Facebook geschaltet werden oder auch nicht?

BUZZSUMO

Wie viel Zeit hättest du in der Vergangenheit einsparen können, wenn du ein Tool wie BUZZSUMO gekannt hättest?

Quelle: Buzzsumo

Mit Buzzsumo findest du z. B. heraus, welche Artikel zu einem bestimmten Thema wie oft auf welchen Plattformen geteilt wurden und natürlich auch, wer diese Inhalte publiziert hat. Du errätst es bereits:

Das Tool kann dir helfen, zu entscheiden, welcher Content zu welchem Thema zu veröffentlichen ist.

Wie viel Zeit und damit Geld hast du in der Vergangenheit in die Produktion von Inhalten investiert, die nach der Erstellung kaum genutzt wurden?

Produktion ist ein schönes Schlagwort: Wie erstellst du eigentlich Videos?

BITEABLE

Klassischerweise wird so etwas an eine Agentur ausgeschrieben, da hausintern nicht die notwendigen Ressourcen verfügbar sind. Natürlich kann dies Sinn machen, wenn du wirklich eine Highend-Produktion haben möchtest, die zu 100 % auf das Unternehmen zugeschnitten ist.

Vor dem Hintergrund des Mitteleinsatzes muss dies jedoch nicht sinnvoll sein. Stell dir vor, dass du nicht das notwendige Budget zur Verfügung hast, um eine solche Produktion zu beauftragen. Unterlässt du das Erstellen von Video-Ads, obwohl Facebook nur so davon wimmelt oder nutzt du ein Tool wie BITEABLE.

Quelle: Biteable

Hierbei handelt es sich um eine Art hoch flexiblen Video-Baukasten, aus dem man sich bedienen kann. Wie viel mehr Erfolg könntest du im Bereich Social Media haben, wenn du es schaffen würdest, den Bewegtbild-Anteil in diesem Bereich signifikant zu erhöhen? Oder andersherum: Wie viel Geld könntest du einsparen, wenn du einen Teil deiner Videos mit einem Tool wie BITEABLE produzieren würdest.

THRIVE LEADS

Nehmen wir an, du hast es geschafft und einen Menschen dazu bewogen, deine Landingpage zu besuchen. Wenn dieser jemand nun einfach wieder die Seite verlässt, sind alle Aufwände, die du bis dahin investiert hast, unwiederbringlich verloren.

Ein probates Mittel sind in diesem Kontext Exit Intent Pop-Ups:

Diese öffnen sich, wenn ein Nutzer seinen Mauszeiger auf die Navigationsleiste des Browsers bewegt. Das ist deine Chance, den User dazu zu bewegen, auf der Seite zu verweilen (vgl. Herzberger: S. 297). Was kannst du deinem Kunden in dieser Situation anbieten, damit er es sich noch einmal anders überlegt? Eventuell ist es sinnvoll, die Neugier des Kunden durch ein Quiz zu wecken, an dessen Ende du etwas mehr über den User weißt. Eventuell kannst du einen „Downsell“ anbieten und ein ähnliches, aber günstigeres Produkt zum Kauf anbieten. Egal, was du tust, wenn der User die Website verlässt ohne eine für dich attraktive Aktion auszuführen, sind alle bis dahin getätigten Aufwendungen > PFUTSCH.

Wie viel mehr Umsatz würdest du generieren, wenn du es schaffst, nur 1 % deiner Seitenbesucher mit einem Exit Intent doch noch von einem Kauf zu überzeugen?

Du weißt nicht, was genau du dem Nutzer in dieser Situation anbieten sollst? Finde es heraus, mit einem Tool.

Mit THRIVE LEADS kannst du OptIn-Formulare flexibel gestalten, Exit Intents anbieten und A-B-Tests durchführen..

Quelle: Thrive Leads

Wie viel mehr Umsatz könntest du erzielen, wenn jedes Werbemittel auf deiner Website eine um 1 % höhere Conversion-Rate hätte?

An dieser Stelle ließe sich eine nahezu endlose Liste von Tools anfügen, von denen jedes einzelne kreiert wurde, um eine oder mehrere spezifische Fragestellungen zu lösen. Die Autoren Herzberger und Jenny liefern in ihrem Buch eine sehr ausführliche Tool-Liste, geordnet nach verschiedenen Themenbereichen (vgl. Herzberger: S. 355ff).

Sum Up

  • Tools können dir helfen, sowohl die Effizienz deiner Kundenkommunikation zu erhöhen, da
    • sie dir helfen, zu entscheiden, was genau du in welchem Kanal kommunizierst. Hierdurch erhöht sich die Relevanz für potenzielle Kunden enorm.
    • sie dir helfen, die Erstellungskosten von Content massiv abzusenken, was wiederum einen höheren Deckungsbeitrag pro Order zur Folge hat.
    • sie dir helfen, Nutzer auf deiner Website zu halten oder diese zumindest in einer Form wieder ansprechen zu können.
    • sie dir helfen, Tests mit überschaubarem Aufwand durchzuführen und so eine zahlenorientierte Entscheidungsgrundlage für Anpassungen schaffen.